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Innovationsökosysteme

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Gemeinsam zum Ziel

Diversität als Schlüssel

Die Digitalisierung beschleunigt Innovationszyklen. Branchengrenzen werden zunehmend verschwommener. Höchste Zeit digitale Ökosysteme nicht nur als Plattformen zu betrachten, sondern als Innovationsökosysteme.

Haben Sie jemals versucht, in einer Gruppe mit mangelnder Vielfalt innovativ zu sein? Ja? Dann sollte es Sie nicht überraschen, dass bis 2025 rund 30 Prozent des weltweiten Umsatzes durch digitale Ökosysteme über Unternehmens- und Branchengrenzen hinweg erwirtschaftet werden, so McKinsey & Company.[1] Das bedeutet, Innovationen werden in Zukunft nicht unbedingt länger aus der eigenen Wertschöpfungskette heraus, sondern durch von aussen dazu bezogene Kompetenzen und Ressourcen aus einem Partnernetzwerk heraus entwickelt. Der Unternehmensfokus verlagert sich und von einem einzelnen Produkt potentiell auf die gesamte Customer Journey.

Vorteile für die Teilnehmer

Innovationsökosysteme bilden sich aus heterogenen, trotzdem komplementären Akteuren, die einer gemeinsamen Value Proposition nachgehen. Die Teilnahme ist für alle Mitglieder von Vorteil, denn es werden neuartige Leistungen erzielt und neue Märkte erschlossen, die im Alleingang nicht gesichert werden können. Zum Beispiel hat ein Autohersteller grosses Fachwissen, wenn es um den Bau eines Autos geht, wiederum fehlt ihm die Kompetenz, künstliche Intelligenz zu programmieren damit ein selbstfahrendes Kraftfahrzeug entsteht. In einem solchen Fall kann ein Innovationsökosystem mehr als die Summe seiner Teile leisten.

Ein Innovationsökosystem kommt dann zum Einsatz, wenn Wachstums- und Differenzierungsmöglichkeiten im Kerngeschäft ausgeschöpft sind oder wenn neue Technologien und Kompetenzen notwendig sind, die z. B. aufgrund eines geringen Digitalisierungsgrads oder fehlender finanzieller Ressourcen, nur schwer intern aufgebaut werden können. Anders als bei Outsourcing oder M&A-Massnahmen, wird das Entwicklungsrisiko gemeinsam getragen. Ganz egal, ob es sich um einen Grosskonzern oder um ein Startup handelt, alle Mitglieder sind einander gleichgestellt und tragen ihre individuellen Stärken bei, die gleichermassen für den Erfolg des Ökosystems ausschlaggebend und jeweils nur schwer austauschbar sind.

Die Transaktionskosten im Blick

Was ist darüber hinaus zu beachten? Besonders wichtig ist, dass der generierte Mehrwert höher liegt als die zusätzlichen Transaktionskosten, die aufgrund des Koordinationsaufwands zwischen den Partnern anfallen. Dabei spielt die richtige IT-Infrastruktur eine wichtige Rolle. In Branchen mit limitierter Marge bewähren sich Innovationsökosysteme voraussichtlich selten.

Zusammengefasst:

  1. Collaborate to innovate. Ein Innovationsökosystem besteht aus mehreren Unternehmen, die gemeinsam an einem zukunftsweisenden Produkt, Service oder Geschäftsmodell arbeiten.
  2. Zu den Hauptvorteilen gehören die Bündelung von Ressourcen und Kompetenzen sowie das gemeinsame Tragen des Entwicklungsrisikos. Es besteht ein hohes Aufwärtspotenzial und gleichzeitig ist das Abwärtsrisiko minimiert.
  3. Innovationsökosysteme kommen vor allem bei einer Marktsättigung oder Stagnation zum Einsatz.
  4. Innovationsökosysteme gehen nur dann auf, wenn der generierte Mehrwert höher liegt als die zusätzlichen Transaktionskosten. Die Digitalisierung macht den Unterschied.

[1] McKinsey.& Company, 2017, https://www.mckinsey.com/business-functions/strategy-and-corporate-finance/our-insights/as-sector-borders-dissolve-new-business-ecosystems-emerge (Zugriff 10.05.2021)

20. May 2021