Pfefferstern: Digitalisierung stärkt Gemeinschaft
Eine wachsende Plattform für die Evangelisch-reformierte Kirche St. Gallen
Wie können Kirchgemeinden Jugendliche und Familien zeitgemäss erreichen, Angebote sichtbar machen und gleichzeitig mehr Zeit für persönliche Begegnungen gewinnen? Pfefferstern zeigt, wie Digitalisierung genau dort unterstützen kann, wo Gemeinschaft entsteht.
Kirchliches Leben lebt von Begegnungen. Von gemeinsamen Erlebnissen, Gesprächen, Beziehungen und Menschen, die füreinander da sind. Gleichzeitig wird es anspruchsvoller, Menschen zuverlässig zu erreichen: Jugendliche bewegen sich ganz selbstverständlich in digitalen Welten, Eltern möchten gut informiert sein und Mitarbeitende der Kirchgemeinden müssen zahlreiche Angebote, Aktivitäten, Anmeldungen und die dazugehörige Kommunikation koordinieren.
Hier setzt Pfefferstern an. Die digitale Plattform der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St. Gallen bringt die Organisation von Aktivitäten und die Kommunikation an einem Ort zusammen. Was ursprünglich zur Unterstützung der Erlebnisprogramme rund um den Konfirmationsunterricht entstand, entwickelt sich zu einer umfassenden Plattform, die Kirchgemeinden, Jugendliche, Familien und Bezugspersonen miteinander verbindet.
Zentrale Planung erleichtert die Kommunikation
Ein Jugendevent wird per E-Mail angekündigt, eine Anmeldung kommt telefonisch, eine Änderung wird über einen weiteren Kanal verschickt und irgendwo muss zusätzlich eine Liste nachgeführt werden. Das funktioniert im Kleinen, wird mit zunehmendem Angebot aber schnell unübersichtlich.
Pfefferstern führt diese Abläufe auf einer zentralen Plattform zusammen. Kirchgemeinden können Aktivitäten planen, veröffentlichen und verwalten. Jugendliche sehen, welche Angebote für sie zur Verfügung stehen, und melden sich direkt an. Eltern und andere Bezugspersonen behalten gleichzeitig den Überblick. Für die Mitarbeitenden der Kirchgemeinden entstehen einfachere Abläufe, mehr Übersicht und weniger administrativer Aufwand.
Angebote werden sichtbar
Kirchgemeinden organisieren eine beeindruckende Vielfalt an Aktivitäten. Pfefferstern macht diese Angebote digital sichtbar und schafft damit einen gemeinsamen Ausgangspunkt für Jugendliche, Familien und Kirchgemeinden.
Dabei endet die Plattform nicht an der Gemeindegrenze. Angebote können auch überregional zugänglich gemacht werden. Dadurch entstehen neue Möglichkeiten für die Zusammenarbeit zwischen Kirchgemeinden und Jugendliche erhalten Zugang zu einem abwechslungsreicheren Programm.
Familien und Bezugspersonen sind einbezogen
Auf dem Weg zur Konfirmation werden Jugendliche von ihren Eltern, Grosseltern, Patinnen, Paten und weiteren Bezugspersonen begleitet. Pfefferstern berücksichtigt dieses persönliche Umfeld und bindet es in die digitale Kommunikation ein. Im Modul «myClan» können Informationen gezielt den richtigen Personen zugänglich gemacht und Familien aktiv einbezogen werden. Eltern sehen beispielsweise relevante Informationen und Vereinbarungen rund um den Weg zur Konfirmation. Andere Bezugspersonen können Einladungen zu besonderen Aktivitäten erhalten.
Jugendliche dort erreichen, wo sie unterwegs sind
Wer junge Menschen erreichen möchte, braucht mehr als ein digitales Schwarzes Brett. Die Generationen Z und Alpha bewegen sich ganz selbstverständlich im digitalen Raum und haben entsprechende Erwartungen an Information und Kommunikation.
Informationen müssen verständlich, relevant und einfach zugänglich sein. Jugendliche möchten schnell erkennen, welche Aktivitäten angeboten werden und was für sie interessant sein könnte. Gleichzeitig benötigen Eltern verlässliche Informationen und Kirchgemeinden einen direkten Weg zu ihren Zielgruppen.
Pfefferstern schafft einen digitalen Raum, in dem Informationen, Angebote und Kommunikation übersichtlich gebündelt werden. Die Plattform unterstützt Kirchgemeinden dabei, ihre Aktivitäten sichtbar zu machen, ihre Zielgruppen zeitgemäss anzusprechen und den Kontakt zu ihrer Community zu pflegen. So wird auch nach aussen sichtbar, wie modern kirchliche Arbeit heute sein kann.
Digitale Prozesse, die im Hintergrund arbeiten
Die Stärke einer guten digitalen Lösung zeigt sich nicht darin, wie komplex sie ist. Im Gegenteil: Die Komplexität bleibt im Hintergrund, sodass die Nutzung möglichst einfach bleibt.
Pfefferstern unterstützt die Verantwortlichen in den Kirchgemeinden bei der Planung und Verwaltung von Angeboten und bündelt wichtige Informationen an einem zentralen Ort. Daten müssen nicht mehrfach erfasst werden und die Verwaltung verschiedener Listen wird reduziert. Auch die Kommunikation lässt sich gezielt rund um bevorstehende Aktivitäten, Anmeldungen und weitere relevante Informationen organisieren.
Digitalisierung ist kein Selbstzweck
Bei Pfefferstern stand nie die Frage im Zentrum, wie möglichst viel digitalisiert werden kann. Entscheidend war vielmehr die Frage, wie die Plattform Menschen verbindet und den Austausch unterstützt.
Diese Haltung prägt die Weiterentwicklung bis heute. Pfefferstern soll persönliche Begegnungen nicht ersetzen, sondern sie ermöglichen und unterstützen.
Michael Giger, Projektleiter Digitalisierung bei der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St. Gallen, beschreibt die langfristige Vision entsprechend: «Das Ziel ist es mit dem Ökosystem, die Kirchgemeinden zu vernetzen und Menschen in allen Lebensphasen zu begleiten.»
Vom Erlebnisprogramm zum digitalen Ökosystem
Pfefferstern zeigt beispielhaft, wie sich eine digitale Lösung gemeinsam mit ihren Nutzerinnen und Nutzern weiterentwickeln kann. Der Blick reicht zunehmend über einzelne Aktivitäten hinaus. Im Zentrum steht die Frage, wie digitale Räume Menschen über verschiedene Lebensphasen hinweg begleiten und auch sogenannte Caring Communities unterstützen können. Aus einer Plattform für einzelne Programme entsteht damit Schritt für Schritt ein digitales Ökosystem, das Information, Organisation und Gemeinschaft miteinander verbindet.
Gemeinsam digitale Wege entwickeln, die zu den Menschen passen
Pfefferstern ist über viele Jahre in enger Zusammenarbeit zwischen der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St. Gallen und ipeak gewachsen. Dabei geht es nicht darum, bestehende Prozesse einfach digital abzubilden. Wir hinterfragen gemeinsam und denken zusammen weiter: Was benötigen die Menschen? Wo entstehen unnötige Hürden? Und wie kann Technologie dabei helfen, Information, Kommunikation und persönliche Begegnung besser miteinander zu verbinden? Wir entwickeln digitale Lösungen für die Menschen, die sie jeden Tag nutzen.
Denn gute Digitalisierung steht nicht im Weg. Sie schafft Orientierung, verbindet Menschen und macht den Alltag einfacher.
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